Geschichte

Entstehung des Churfürstlichen weißen Bräuhauses

Am 3. August 1548 erhielt der in Urkunden nachweisbare Hans III. der Degenberger zur Belohnung seiner treuen Dienste von Herzog Wilhelm IV. von Bayern ( 1493 - 1550 ) das alleinige Recht verliehen, im ganzen Bayerischen Wald Weißbier brauen zu dürfen. Die Herstellung von Weißbier war zu jener Zeit ein "Regal" des Landesfürsten, in Bayern also des regierenden Herzogs. Braunbier durfte seinerzeit Jedermann herstellen.
Von Hans III. kam dieses Privleg mit dem gesamten Degenberg `schen Erbe an den Edelsitz Altnußberg. Daraus könnte man folgern, daß das Viechtacher Bräuhaus ebenfalls von Degenbergern erbaut wurde, das in dem ältesten vorhandenen Archival aus dem Jahre 1604 als "Weißes Bräuhaus" bezeichnet wird. Während das Erbauungsjahr selbst, nämlich 1553, in einer noch heute erhaltenen Steintafel eingemeißelt, bekannt ist, kommen als Erbauer des Bräuhauses eher der Landesherr selber oder Viechtachs Bürgerschaft in Frage.




 

Entstehung der Gesellschaftsbrauerei

Nach dem 1. Weltkrieg war die Brauerei zwar arg herrunter gewirtschaftet und vermutlich aus diesem Grunde ging man im Jahre 1922 - noch vor der Inflation - daran, die Brauerei neu zu konstituieren.
Es folgte die Gründung einer GmbH mit acht Gesellschafter. Diese acht Komunbräuer, alles Gastwirte, nahmen zur Stärkung der Brauerei noch große Wirte in die Gesellschaft auf.
Diese zwölf Gesellschafter stellten als erstes einen neuen Braumeister ein, nähmlich vielen bekannten Herrn Heinrich Schuster, der fast vier Jahrzenten die Gesellschaftsbrauerei bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1961 führte.
Trotz Inflation ging man mit Tatkraft an den Bau eines Gär- und Lagerkellers, was notwendig geworden war, da ja die Ära "Komun-Bräuhaus" mit der Gründung der Gesellschaftsbrauerei zu Ende gegangen war. Im Gegensatz zu den "Komun - Bräuern", die ihr Bier in eigenen Kellern lagerten, geschah dies künftig in brauereieigenen Lagerkellern.




 

Entwicklung der Brauerei nach dem 2. Weltkrieg

Im Jahre 1951 erfolgte eine Umwandlung der bisherigen GmbH in eine OHG, auschließlich zu dem Zweck, um die ins Auge gefaste notwendige Modernisierung der Brauerei finaziell ermöglichen zu können. So wurde denn auch mit allem Nachdruck in letzten 25 Jahren die Brauerei Zug um Zug vollkommen und nach dem jeweils neuersten Stand der Technick um- ausgebaut.

Hierzu einige wichtige Daten:

1953 Lagerkellerneubau
1956 Gärkellerneubau
1957 Lagerkellererweiterung
1958 Aufstellung einer Flaschenfüllerei mit einer Leistung von 4000 Flaschen/Std
1961 Sudhausneubau
1966 Kesselhausneubau
1966/67 Neubau einer Mälzerei, für 24 t Gerstenverarbeitung
Wurde 1992 stillgelegt
1970 Umstellung der Verwaltung auf EDV
1972 Produktionsaufnahme von alkoholfreien Getränken
Aufstellung eines neuen Flaschenfüllers und Premixers
1973 Einbau neuer V2A Gärbottiche mit Mantelkühlung
1976 Neubau einer Ausmischanlage zur Produktion alkoholfreier Getränke
1977 Aufstellung einer Flaschenreinigungsmaschine und eines vollautomatischen Aus- und Einpackers
1994 Neueinrichtung der Würzekühlung; Whirlpool , Plattenkühler und Flotationstank
1997 Automatisierung des Sudhauses durch die Firma Nerb




 

Druckbare Version